Professionelle Probenentnahme vor Ort in der Apotheke
Einfache Kapillarblutentnahme innerhalb von 2 Minuten
Auswertung durch medizinisches Facharztlabor
Labor-Ergebnisse als PDF oder online
GGT ist ein Enzym, das in der Leber, den Gallenwegen und den Nieren vorkommt. Der Laborwert misst die GGT-Konzentration im Blut und dient der Beurteilung von Leber- und Gallenwegserkrankungen.
Ein GGT-Test wird empfohlen für: • Menschen mit Symptomen wie Müdigkeit, Gelbsucht oder Schmerzen im rechten Oberbauch • Patienten mit Verdacht auf Leber- oder Gallenwegserkrankungen (z. B. Hepatitis, Gallenstau) • Menschen mit Verdacht auf Alkoholmissbrauch • Überwachung von Patienten mit bekannten Lebererkrankungen
Der Test dient der Diagnose von Leber- und Gallenwegserkrankungen, der Überwachung von Leberschäden durch Alkohol oder Medikamente und der Abklärung unklarer Oberbauchbeschwerden.
Ein erhöhter GGT-Wert kann auf folgende Zustände hinweisen: • Chronischer Alkoholmissbrauch • Lebererkrankungen wie Hepatitis oder Fettleber • Gallenstau (Cholestase) Symptome bei erhöhtem GGT können sein: • Gelbsucht oder Juckreiz • Müdigkeit oder Leistungsschwäche Ein niedriger GGT-Wert ist unauffällig.
Die Testung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Alkohol und fettreiche Nahrung sollten vor der Testung vermieden werden, da sie die Werte kurzfristig erhöhen können.
• GGT ist ein empfindlicher, aber unspezifischer Marker für Lebererkrankungen und sollte immer in Kombination mit anderen Leberwerten wie ALT und AST interpretiert werden. • Chronischer Alkoholmissbrauch erhöht GGT oft deutlich, was in der Suchtmedizin zur Verlaufskontrolle genutzt wird. • Bestimmte Medikamente wie Antikonvulsiva oder Statine können den GGT-Wert beeinflussen.
ALT ist ein Enzym, das hauptsächlich in der Leber vorkommt. Der Laborwert misst die Konzentration von ALT im Blut und dient der Beurteilung der Leberfunktion und der Erkennung von Leberschäden.
Ein ALT-Test wird empfohlen für: Personen mit Symptomen wie Müdigkeit, Gelbsucht oder Bauchschmerzen Patienten mit Risiko für Leberschäden (z. B. durch Alkoholmissbrauch, Hepatitis-Infektionen, Medikamente) Überwachung von Patienten mit bekannten Lebererkrankungen Vorsorgeuntersuchung bei erhöhtem Risiko für Fettleber (z. B. Übergewicht, Diabetes)
Der Test dient der Diagnose und Überwachung von Lebererkrankungen wie Hepatitis, Fettleber oder Leberzirrhose. Er hilft, die Ursache von unklaren Beschwerden abzuklären und Leberschäden frühzeitig zu erkennen.
Ein erhöhter ALT-Wert weist auf eine Schädigung der Leberzellen hin, wie bei: Akuter oder chronischer Hepatitis Alkoholinduzierter Leberschädigung Medikamentöser Leberschädigung Symptome bei erhöhtem ALT können sein: Müdigkeit, Appetitlosigkeit Gelbsucht, dunkler Urin Ein niedriger ALT-Wert hat meist keine klinische Bedeutung.
Die Testung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden.
ALT ist spezifischer für die Leber als andere Leberenzyme wie AST. Ein isolierter ALT-Anstieg erfordert meist weiterführende Diagnostik wie Ultraschall oder Virus-Serologie. Chronisch erhöhte ALT-Werte können ein Hinweis auf eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung sein.
AST ist ein Enzym, das in verschiedenen Geweben, insbesondere in der Leber, im Herzmuskel und in den Muskeln vorkommt. Der Laborwert misst die Konzentration von AST im Blut und dient der Beurteilung von Leber- und Herzfunktion sowie Muskelschäden.
Ein AST-Test wird empfohlen für: • Personen mit Verdacht auf Leberschäden oder Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis, Leberzirrhose) • Patienten mit Symptomen wie Gelbsucht, Müdigkeit oder Schmerzen im Oberbauch • Menschen mit Verdacht auf Herzinfarkt oder Muskelschäden • Überwachung von Patienten mit bekannten Leber- oder Herzproblemen
Der Test dient der Diagnose und Überwachung von Erkrankungen, die mit Zellschäden in Leber, Herz oder Muskeln einhergehen. Er wird oft zusammen mit ALT gemessen, um zwischen Leber- und Herzproblemen zu unterscheiden.
Ein erhöhter AST-Wert kann auf folgende Zustände hinweisen: • Leberschäden durch Hepatitis, Alkoholmissbrauch oder Medikamente • Herzinfarkt • Muskelerkrankungen wie Myositis oder Muskeldystrophie Ein niedriger Wert ist unauffällig und hat keine klinische Bedeutung. Symptome bei erhöhtem AST können sein: • Gelbsucht oder dunkler Urin bei Leberproblemen • Brustschmerzen oder Atemnot bei Herzproblemen • Muskelschmerzen oder Schwäche bei Muskelerkrankungen
Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen.
• AST ist weniger spezifisch für die Leber als ALT, da es in vielen Geweben vorkommt. • Das Verhältnis von AST zu ALT (De-Ritis-Quotient) kann helfen, zwischen alkoholischen und nichtalkoholischen Leberschäden zu unterscheiden. • Muskelverletzungen oder starke körperliche Anstrengung können AST ebenfalls erhöhen.
LDL-Cholesterin, oft als "schlechtes Cholesterin" bezeichnet, transportiert Cholesterin zu den Zellen, kann sich jedoch bei hohen Werten in den Arterienwänden ablagern und so Arteriosklerose fördern. Der Laborwert misst die Konzentration von LDL im Blut.
Ein LDL-Test wird empfohlen für: Personen mit familiärer Hypercholesterinämie (genetisch bedingte Fettstoffwechselstörung) Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder hohem Risiko dafür Menschen mit Diabetes oder metabolischem Syndrom Überwachung der Cholesterinwerte während einer Therapie mit Statinen
Der Test dient der Beurteilung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist der wichtigste Wert zur Überwachung der Cholesterintherapie und hilft bei der Anpassung von Medikamenten und Lebensstiländerungen.
Ein hoher LDL-Wert ist ein wesentlicher Risikofaktor für: Arteriosklerose Herzinfarkt Schlaganfall Ein niedriger Wert ist in der Regel unproblematisch, wird jedoch bei Patienten mit stark gesenkten Werten (z. B. durch Statine) überwacht.
Der Test sollte nüchtern durchgeführt werden, um die Aussagekraft zu erhöhen, da Mahlzeiten die Werte kurzfristig beeinflussen können.
LDL-Cholesterin ist oft Zielwert in der Therapie von Herz-Kreislauf-Patienten. Die Berechnung erfolgt oft aus Gesamtcholesterin, HDL und Triglyceriden; direkte Messungen sind jedoch genauer. Transfette in der Ernährung erhöhen LDL, während ungesättigte Fette (z. B. aus Olivenöl) es senken können.
Kreatinkinase (CK) ist ein Enzym, das hauptsächlich in Muskelzellen und im Gehirn vorkommt. Es ist an der Energieversorgung der Zellen beteiligt. Der Laborwert misst die Konzentration von CK im Blut, um Muskelschäden oder -erkrankungen zu diagnostizieren.
Ein CK-Test wird empfohlen für: • Menschen mit Symptomen wie Muskelschwäche, -schmerzen oder Krämpfen • Patienten mit Verdacht auf Muskelerkrankungen wie Myositis oder Muskeldystrophie • Diagnose und Überwachung von Herzinfarkten (in Kombination mit anderen Markern) • Patienten unter Medikamenten wie Statinen, die Muskelschäden verursachen können • Sportler mit ungewöhnlich starken Muskelbeschwerden nach intensivem Training
Der Test dient der Diagnose von Muskelerkrankungen, Herzinfarkten und Muskelschäden durch Überbelastung oder Medikamente. Er wird auch zur Überwachung von Patienten mit chronischen Muskelkrankheiten verwendet.
Ein erhöhter CK-Wert kann auf: • Muskelschäden durch Verletzungen, Überlastung oder Operationen • Entzündliche Muskelerkrankungen wie Myositis • Herzinfarkt (CK-MB als spezifische Unterform) Ein niedriger CK-Wert hat keine klinische Bedeutung. Symptome bei erhöhten CK-Werten können sein: • Muskelschmerzen oder -schwäche • Dunkler Urin (Hinweis auf Rhabdomyolyse) • Brustschmerzen bei Herzinfarkt
Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen, idealerweise jedoch nach Vermeidung starker körperlicher Belastung, da diese den CK-Wert kurzfristig erhöhen kann.
• Es gibt verschiedene CK-Isoformen (CK-MM, CK-MB, CK-BB), die spezifische Informationen über den Ursprung des Enzyms liefern (z. B. Skelettmuskel, Herz). • Intensive körperliche Aktivität, intramuskuläre Injektionen oder schwere Verletzungen können die CK-Werte erhöhen. • Statine und andere Medikamente können zu erhöhten CK-Werten führen, die auf Muskelschäden hinweisen.
Ferritin ist ein Protein, das Eisen speichert, und dient als wichtiger Marker für die Eisenreserven des Körpers. Der Laborwert misst die Konzentration von Ferritin im Blut und wird oft verwendet, um Eisenmangel oder Eisenüberladungen zu diagnostizieren.
Ein Ferritin-Test wird empfohlen für: Personen mit Symptomen wie Müdigkeit, Blässe oder Atemnot (Hinweis auf Eisenmangelanämie) Frauen mit starken Menstruationsblutungen Schwangere oder stillende Frauen (hoher Eisenbedarf) Menschen mit chronischen Krankheiten (z. B. chronische Niereninsuffizienz oder entzündliche Darmerkrankungen) Personen mit Verdacht auf Hämochromatose (einer genetischen Erkrankung mit Eisenüberladung)
Der Test hilft, die Eisenversorgung des Körpers zu bewerten. Ferritin ist ein empfindlicher Marker für Eisenmangel, noch bevor sich eine Anämie entwickelt. Bei Verdacht auf Eisenüberladung gibt der Test ebenfalls wertvolle Hinweise.
Ein niedriger Ferritinwert weist auf einen Eisenmangel hin, der häufig durch Blutverlust, unausgewogene Ernährung oder Malabsorption verursacht wird. Symptome eines Eisenmangels sind: Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit Blasse Haut Brüchige Nägel oder Haarausfall Ein erhöhter Ferritinwert kann auf Eisenüberladung, Entzündungen oder chronische Erkrankungen wie Lebererkrankungen hindeuten.
Eine Testung ist sinnvoll bei Symptomen eines Eisenmangels oder bei Risikogruppen, wie Frauen mit starken Blutungen, Schwangeren oder Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen und ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Ferritin ist ein sogenannter Akut-Phase-Protein-Wert und kann bei Entzündungen oder Infektionen erhöht sein, selbst wenn kein Eisenüberschuss vorliegt. Eine Abklärung von auffälligen Ferritinwerten sollte daher gegebenenfalls im Kontext mit anderen Eisenparametern wie z.B. Transferrin erfolgen. Vegetarier und Veganer haben häufig niedrigere Eisenwerte, da pflanzliches Eisen weniger effizient aufgenommen wird.
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen), das in den Hoden, aber auch in kleinen Mengen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde gebildet wird. Es ist für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale und die Regulation von Libido, Muskelmasse und Knochendichte verantwortlich. Der Laborwert misst die Konzentration von Gesamt Testosteron im Blut.
Ein Testosteron-Test wird empfohlen für: Männer mit Symptomen wie vermindertem Sexualtrieb, Erektionsstörungen oder Muskelschwäche Frauen mit Anzeichen eines Androgenüberschusses (z. B. vermehrte Körperbehaarung, Akne, Haarausfall) Jugendliche mit verzögerter oder verfrühter Pubertät Personen mit Verdacht auf hormonelle Erkrankungen wie Hypogonadismus oder PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom)
Der Test dient der Diagnose von hormonellen Störungen, wie einem Testosteronmangel bei Männern oder einem Androgenüberschuss bei Frauen. Er hilft auch bei der Überwachung von Hormontherapien oder bei der Diagnostik von Tumoren der Geschlechtsorgane und Nebennieren.
Ein niedriger Testosteronwert bei Männern kann zu folgenden Symptomen führen: Verminderter Sexualtrieb Errektionsstörungen Verlust von Muskelmasse und Knochendichte Ein erhöhter Testosteronwert bei Frauen kann auf Erkrankungen wie PCOS oder Nebennierentumoren hinweisen und zu Symptomen wie Akne, Hirsutismus (vermehrte Körperbehaarung) und Zyklusstörungen führen. Ebenfalls kann ein erhöhter Testosteronspiegel auch bei Substitution auftreten.
Die Testung sollte bei Männern am Morgen erfolgen, da die Testosteronspiegel im Tagesverlauf schwanken und morgens am höchsten sind. Bei Frauen kann die Testung unabhängig vom Zyklus erfolgen, bei spezifischen Fragestellungen jedoch besser in der Follikelphase (Zyklusanfang).
Testosteronwerte sind altersabhängig und nehmen bei Männern mit steigendem Alter ab. Bestimmte Lebensstileinflüsse, wie Übergewicht oder chronischer Stress, können die Testosteronspiegel negativ beeinflussen.