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Ferritin ist ein Protein, das Eisen speichert, und dient als wichtiger Marker für die Eisenreserven des Körpers. Der Laborwert misst die Konzentration von Ferritin im Blut und wird oft verwendet, um Eisenmangel oder Eisenüberladungen zu diagnostizieren.
Ein Ferritin-Test wird empfohlen für: Personen mit Symptomen wie Müdigkeit, Blässe oder Atemnot (Hinweis auf Eisenmangelanämie) Frauen mit starken Menstruationsblutungen Schwangere oder stillende Frauen (hoher Eisenbedarf) Menschen mit chronischen Krankheiten (z. B. chronische Niereninsuffizienz oder entzündliche Darmerkrankungen) Personen mit Verdacht auf Hämochromatose (einer genetischen Erkrankung mit Eisenüberladung)
Der Test hilft, die Eisenversorgung des Körpers zu bewerten. Ferritin ist ein empfindlicher Marker für Eisenmangel, noch bevor sich eine Anämie entwickelt. Bei Verdacht auf Eisenüberladung gibt der Test ebenfalls wertvolle Hinweise.
Ein niedriger Ferritinwert weist auf einen Eisenmangel hin, der häufig durch Blutverlust, unausgewogene Ernährung oder Malabsorption verursacht wird. Symptome eines Eisenmangels sind: Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit Blasse Haut Brüchige Nägel oder Haarausfall Ein erhöhter Ferritinwert kann auf Eisenüberladung, Entzündungen oder chronische Erkrankungen wie Lebererkrankungen hindeuten.
Eine Testung ist sinnvoll bei Symptomen eines Eisenmangels oder bei Risikogruppen, wie Frauen mit starken Blutungen, Schwangeren oder Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen und ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Ferritin ist ein sogenannter Akut-Phase-Protein-Wert und kann bei Entzündungen oder Infektionen erhöht sein, selbst wenn kein Eisenüberschuss vorliegt. Eine Abklärung von auffälligen Ferritinwerten sollte daher gegebenenfalls im Kontext mit anderen Eisenparametern wie z.B. Transferrin erfolgen. Vegetarier und Veganer haben häufig niedrigere Eisenwerte, da pflanzliches Eisen weniger effizient aufgenommen wird.
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das durch Sonneneinstrahlung in der Haut produziert und über die Nahrung aufgenommen wird. Der Laborwert misst die Konzentration von Vitamin D, um den Versorgungszustand des Körpers zu bewerten.
Ein Vitamin-D-Test wird empfohlen für: Menschen mit Muskelschwäche oder Knochenschmerzen Personen mit chronischer Müdigkeit oder Abgeschlagenheit Menschen mit geringer Sonnenexposition (z. B. Büroarbeit, Leben in nördlichen Regionen) Menschen mit dunkler Hautfarbe (verminderte Vitamin-D-Produktion) Ältere Menschen (nachlassende Hautsynthese) Schwangere und Stillende Personen mit Osteoporose oder chronischen Erkrankungen (z. B. Autoimmunerkrankungen, Diabetes)
Der Test dient dazu, einen Vitamin-D-Mangel oder eine Überdosierung zu erkennen. Vitamin D ist essenziell für den Calcium- und Phosphathaushalt und trägt zur Knochengesundheit, Muskelkraft und Immunabwehr bei. Ein Mangel kann das Risiko für Osteoporose, Infekte und chronische Krankheiten erhöhen.
Ein niedriger Wert weist auf einen Mangel hin, der auf unzureichende Sonnenexposition, falsche Ernährung oder Erkrankungen wie Malabsorptionsstörungen zurückzuführen sein kann. Symptome eines Mangels sind: Knochen- und Muskelschmerzen Muskelschwäche und Sturzgefahr Erhöhtes Risiko für Infektionen Ein überhöhter Wert, meist durch übermäßige Einnahme von Vitamin-D-Präparaten, kann zu Übelkeit, Verwirrtheit und Kalziumablagerungen in Organen führen.
Eine Testung ist das ganze Jahr über möglich, jedoch im Winter und Frühling besonders sinnvoll, wenn die körpereigenen Speicher durch fehlende Sonnenexposition erschöpft sind. Personen mit Risikofaktoren oder Symptomen eines Mangels sollten regelmäßig testen lassen. Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen und ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Vitamin D wird in zwei Formen aufgenommen: D2 (Ergocalciferol) aus pflanzlichen Quellen und D3 (Cholecalciferol) aus tierischen Quellen oder durch Sonnenlicht. D3 wird besser vom Körper genutzt. Eine Supplementierung sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da eine Überdosierung zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Die körpereigene Produktion von Vitamin D hängt von Faktoren wie Hauttyp, Alter, geografischer Lage und Jahreszeit ab.
Lipoprotein A ist eine spezielle Form von LDL-Cholesterin, die genetisch bestimmt ist. Der Laborwert misst die Konzentration von Lp(a) im Blut und dient der Beurteilung des kardiovaskulären Risikos, insbesondere bei familiären Fettstoffwechselstörungen.
Ein Lp(a)-Test wird empfohlen für: • Personen mit familiärer Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen • Patienten mit auffälligen LDL-Werten trotz gesunder Lebensweise • Menschen mit frühzeitigen Herzinfarkten oder Schlaganfällen in der Familie • Patienten mit Verdacht auf genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen
Der Test dient der Einschätzung des kardiovaskulären Risikos und ist besonders hilfreich bei Patienten, deren Risiko nicht durch Standard-Lipidprofile ausreichend erklärt wird.
Ein erhöhter Lp(a)-Wert ist ein unabhängiger Risikofaktor für: • Arteriosklerose • Herzinfarkt oder Schlaganfall • Klappenerkrankungen der Aorta (z. B. Aortenklappenstenose) Ein niedriger Wert ist unauffällig und weist auf ein geringeres Risiko hin. Symptome bei erhöhten Werten treten häufig erst im fortgeschrittenen Stadium auf und können Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit umfassen.
Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen und ist unabhängig von der Nahrung.
• Lp(a) wird nicht durch Lebensstil oder Medikamente wie Statine beeinflusst, weshalb spezifische Therapien erforderlich sein können. • Ein hoher Lp(a)-Wert erfordert zusätzliche kardiovaskuläre Vorsorgemaßnahmen. • Bei Verdacht auf genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen sollte die gesamte Familie untersucht werden.
Apolipoprotein B (ApoB) ist ein Hauptbestandteil der lipoproteinreichen Fraktionen LDL, IDL und VLDL, die Cholesterin und Triglyceride im Blut transportieren. Der Laborwert misst die Konzentration von ApoB im Blut und ist ein Marker für das Risiko von Herz-KreislaufErkrankungen.
Ein ApoB-Test wird empfohlen für: • Personen mit erhöhtem Risiko für Arteriosklerose oder Herz-KreislaufErkrankungen • Patienten mit auffälligen LDL-Cholesterin-Werten • Überwachung von Patienten mit Fettstoffwechselstörungen oder familiärer Hypercholesterinämie • Patienten mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Therapieüberwachung
Der Test dient der Risikoabschätzung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist ein spezifischerer Marker als LDL-Cholesterin allein, um das Risiko von Arterioskleros einzuschätzen. Er wird auch verwendet, um den Erfolg von lipid-senkenden Therapien zu überwachen.
Ein erhöhter ApoB-Wert weist auf ein erhöhtes Risiko für: • Arteriosklerose • Herzinfarkt oder Schlaganfall • Metabolisches Syndrom Ein niedriger Wert ist in der Regel unbedenklich und zeigt eine geringe Anzahl von lipoproteinreichen Partikeln. Symptome bei erhöhtem ApoB-Wert treten oft erst spät auf und können Arteriosklerose-bedingte Beschwerden wie Brustschmerzen (Angina pectoris) umfassen.
Die Testung sollte nüchtern durchgeführt werden, um die Aussagekraft des Werts zu maximieren, da Nahrungsaufnahme kurzfristig die Werte beeinflussen kann.
Der ApoB-Wert ist oft genauer als LDL-Cholesterin, da er die Anzahl der atherogenen Lipoproteinpartikel direkt misst. • Der ApoB/ApoA1-Quotient ist ein starker Prädiktor für das kardiovaskuläre Risiko und wird oft ergänzend verwendet. • Lebensstiländerungen wie eine fettarme Ernährung, Bewegung und medikamentöse Therapien können die ApoB-Werte senken.
Homocystein ist eine Aminosäure, die beim Abbau von Methionin entsteht. Der Laborwert misst die Konzentration von Homocystein im Blutplasma, was ein Marker für den Methioninstoffwechsel und das kardiovaskuläre Risiko ist.
Ein Homocystein-Test wird empfohlen für: • Personen mit familiärer Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlaganfall • Patienten mit unerklärlichen Thrombosen oder Gefäßerkrankungen • Menschen mit Verdacht auf Vitamin-B12- oder Folatmangel • Frauen mit wiederholten Fehlgeburten • Patienten mit neurologischen Symptomen, die auf Vitamin-B-Mangel hinweisen könnten
Der Test dient der Beurteilung des kardiovaskulären Risikos, der Diagnose von Mängeln an Vitamin B6, B12 oder Folat sowie der Abklärung von Thromboserisiken. Er wird auch verwendet, um den Methioninstoffwechsel zu bewerten.
Ein erhöhter Homocysteinwert kann durch Vitamin-B12-, B6- oder Folatmangel verursacht werden und ist mit einem erhöhten Risiko für: • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) • Herzinfarkt und Schlaganfall • Thrombosen verbunden. Symptome eines erhöhten Homocysteinspiegels sind oft unspezifisch, können jedoch neurologische Beschwerden umfassen. Ein niedriger Wert ist in der Regel unbedenklich und zeigt einen normalen Methioninstoffwechsel.
Die Testung erfolgt am besten nüchtern, da Nahrungsaufnahme den Homocysteinspiegel beeinflussen kann. Auch Medikamente sollten, wenn möglich, vorher pausiert werden.
• Ein erhöhter Homocysteinspiegel ist ein unabhängiger Risikofaktor für HerzKreislauf-Erkrankungen. • Vegetarische oder vegane Ernährung kann durch Vitamin-B12-Mangel zu erhöhten Werten führen. • Eine Senkung des Homocysteinspiegels durch Supplementierung mit B-Vitaminen reduziert das kardiovaskuläre Risiko nicht immer deutlich und sollte gezielt überwacht werden.